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27.08.2017

Musikfestakt: Verleihung des Musikfest-Preis und des Förderpreis Deutschlandfunk

Nachdem das 28. Musikfest Bremen am 19. August glanzvoll rund um den Marktplatz gestartet ist, empfing Bürgermeister Dr. Carsten Sieling nach der ersten Festspiel-Woche am Sonntag, 27. August, um 18 Uhr die Gäste zum Musikfestakt im Bremer Rathaus. Ausgerichtet vom Musikfest Bremen und der Musikalischen Gesellschaft, dem seit 2004 bestehenden Förderkreis des Musikfest Bremen, wurden im Rahmen dieser Veranstaltung der diesjährige Musikfest-Preis und der Förderpreis Deutschlandfunk vergeben.
Mit dem Förderpreis Deutschlandfunk »Artist in Residence« wurde der 1995 im österreichischen Dornbirn/Vorarlberg geborene Aaron Pilsan ausgezeichnet, der die Auszeichnung aus den Händen von Matthias Gierth, Leiter Hauptabteilung Kultur beim Deutschlandfunk, empfing. Der Sachpreis beinhaltet neben einem Engagement beim Musikfest Bremen eine Studio-Produktion für eine CD-Veröffentlichung beim preisstiftenden Sender.
Der diesjährige Musikfest-Preis ging an den 1973 in Paris geborenen Dirigenten und Komponisten Jérémie Rhorer. Mit seinem 2005 gegründeten Orchester Le Cercle de l’Harmonie gab Rhorer im Jahr 2008 sein Musikfest-Debüt und war seitdem fast jedes Jahr zu Gast an der Weser. Albert betonte den fein austarierten, eleganten Dirigierstil des 44-Jährigen, mit dem er im vertrauten Zusammenspiel mit seinem Orchester ein Höchstmaß an Dynamik, Esprit, Sinnlichkeit und Grazie erreiche, mit dem er bei seinen Gastspielen beim Musikfest Bremen Maßstäbe gesetzt habe. Besondere Aufmerksamkeit lenkte Albert auf die mitreißenden Interpretationen von Mozart-Opern durch Rhorer, der nach »Così fan tutte« (2009), »Le nozze di Figaro« (2012) und der »Entführung aus dem Serail« (2015) in diesem Jahr mit seiner Sicht auf »Don Giovanni« zu erleben sein wird (01.09., Glocke). Mit der Auszeichnung, einer handgegossenen »Orpheus«-Bronze des Bremer Bildhauers Bernd Altenstein, ehrt das Festival seit 1998 Solisten, Ensembles, Orchester und Dirigenten, die durch ihr künstlerisches Wirken in der internationalen Musikwelt eigenständige Akzente gesetzt und das Profil des Musikfests entscheidend mitgeprägt haben.