Mischa Maisky

Mischa Maisky

Mischa Maisky (© Hideki Shiozawa)

Obgleich sein in Lettland 1948 begonnener Lebensweg bereits in der frühen Kindheit Richtung Musik wies, gab es noch einen tiefen Einschnitt, der ihn hätte blockieren können. Nachdem Mischa Maisky in Russland 1966 bereits den Internationalen Tschaikowski-Wettbewerb gewonnen, sein Debüt bei den Leningrader Philharmonikern gemacht und begonnen hatte, in Mstivlaw Rostropowitschs Meisterklasse Cello zu studieren, wurde er 1970 verhaftet. Das Regime hatte ihn im Visier, seitdem seine Schwester, Pianistin, nach Israel emigriert war. Der scheinbar geebnete Weg zur Solokarriere war unterbrochen. Nach 18 Monaten Gefängnis und Arbeitslager sowie zwei Monaten in einer psychiatrischen Klinik um dem Armeedienst zu entgehen, gelang ihm 1972 ebenfalls die Ausreise nach Israel. Von dort ging er nach Brüssel und konnte als Mittzwanziger sein Studium bei Gregor Piatigorsky in Los Angeles fortsetzen. Nach diesem Neuanfang gelang es ihm, sich international auf den großen Konzertbühnen zu profilieren. Er lernte Martha Argerich kennen, die zu einer wichtigen kammermusikalischen Partnerin wurde. Die folgenden Jahre waren von kontinuierlicher Arbeit im Studio und auf der Bühne geprägt, die aus Mischa Maisky einen der größten Cellisten seiner Generation werden ließen. Er spielt heute etwa 100 Konzerte im Jahr, seit über 40 Jahren auf seinem Montagnana-Cello, noch immer ohne sich an historischer Aufführungspraxis zu orientieren.

Weblinks

Veranstaltungen dieses Künstlers

»Bekennende Romantiker«

31.Aug.17, 20:00 Uhr

Die Glocke / Großer Saal

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