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22. August 2010 | 20:00 Uhr
Arp-Schnitger-Festival II: ›Die Hamburger Organistenschule‹
H. Scheidemann: Praeambulum in G (WV 73) / Dic nobis Maria (WV 51) / Praeambulum in d, Christ lag in Todesbanden (3 Verse) (WV 3) / Praeambulum in F (WV 39), Magnificat III. Toni (4 Verse); J. Praetorius: Was kann uns kommen an für Not (4 Verse) M. Weckmann: Praeambulum a 5.voci
    Kirche St. Jacobi D. Ä. Cuxhaven-Lüdingworth   Preiskategorie
  Tickets für diese Veranstaltung unter Tel.: 0421 / 33 66 99 und unter 0421 / 36 36 36.      
 
  Künstler:
| William Porter
| zur Übersicht
 
  DIE WILDE-SCHNITGER-ORGEL IN LÜDINGWORTH

Der ›Bauerndom‹ in Lüdingworth gehört zu den eindrucksvollsten Dorfkirchen in Norddeutschland mit einer prächtigen Ausstattung aus dem Mittelalter, der Renaissance und der Barockzeit. Das Land Hadeln konnte sich über Jahrhunderte eine vom Landesherren weitgehend unabhängige Selbstverwaltung erhalten, die einen Abfluss der erwirtschafteten Finanzmittel verhinderte. So wurden nicht zuletzt die Kirchen ungewöhnlich reich ausgestattet. Lüdingworth verfügte im 17. Jahrhundert über fast städtische Verhältnisse in der Ausstattung mit 3 Pfarrstellen, einem Kantor und einem Organisten. Die Kirchengemeinde war in der Lage, den Bau einer großen dreimanualigen Orgel mit Pedaltürmen bei Arp Schnitger in Auftrag zu geben. Für die 1682-83 errichtete Orgel verwendete Schnitger das Pfeifenwerk der Vorgängerorgel von 1599, eine recht große Renaissance-Orgel mit 20 Stimmen auf zwei Manualen und Pedal von Antonius Wilde. Schnitger war ein Meister der Integration älterer Instrumente in sein Konzept und hat dadurch nicht nur das Pfeifenwerk, sondern auch die älteren Orgelgehäuse in vielen Fällen erhalten. Klanglich dominieren in Lüdingworth die Register aus der Renaissance-Orgel von Wilde und geben dem reich disponierten Werk eine Vielfalt von Consortklängen, die sehr günstig ist für die Darstellung des Repertoires aus dem gesamten 17. Jahrhundert.

(In Zusammenarbeit mit der Deutschlandfunk-Benefizreihe ›Grundton D‹)

 
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Musikfest Surprise III: ›Jerusalem Trilogy‹ / Matt Herskowitz: anhören

Diese und weitere Hörproben finden Sie auch hier
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