29 AUGUST – 19 SEPTEMBER 2020

31. Musikfest

31. MUSIKFEST BREMEN

Willkommen zum 31. Musikfest Bremen. Freuen Sie sich auf musikalische Entdeckungsreisen durch eine Vielfalt an Epochen, Stilrichtungen und Genres. Ob bekannte Meisterwerke oder in Archiven aufgestöberte Ausgrabungen – mit renommierten Künstlerpersönlichkeiten versprechen sie in fesselnden Live-Darbietungen Musikgenuss vom Feinsten!

2020 ist Beethoven-Jahr und selbstverständlich bestimmt der große Komponist auch das Festival – aber nicht so, wie man es erwarten könnte! Das Programm setzt eines der größten musikalischen Genies aller Zeiten gezielt in Beziehung zu seinem Umfeld und spürt auf, welchen Einflüssen er ausgesetzt war und woher er seine Inspirationen bezog – von den Bonner Jugendjahren bis zur finalen musikalischen Reifung in Wien. Aus der Sicht Beethovens ergeben sich so höchst aufregende Blickwinkel – zurück, zur Seite und nach vorn! Diese Perspektiven offenbaren wie konzentrisch sich ausbreitende Kreise einen faszinierenden Reichtum an Musik verschiedenster Gattungen. Wer weiß, vielleicht hat Beethoven den »Messias« von Händel in Mozarts Bearbeitung gehört? Und wirken nicht Haydns tonmalerische Beschreibungen der Natur in seinen »Jahreszeiten« wie ein Vorgriff auf Beethovens »Pastorale«-Sinfonie? Die steht im Mittelpunkt des »Pastoral for the Planet«-Projekts, einer multimedialen Inszenierung von Carlus Padrissa und seinem katalanischen Künstlerkollektiv La Fura dels Baus. Doch daneben richtet sich der Fokus auf eher selten zu hörende Kompositionen Beethovens aus den Bereichen Sinfonik, Kammermusik und Vokalmusik – spannungsreich gespiegelt durch Werke so wichtiger Vorbilder, Lehrer und Wegbegleiter wie Haydn, Mozart, Albrechtsberger, Méhul, Salieri oder Cherubini.

Um diesen roten Faden herum verführen weitere Konzerte mit Musik von der Renaissance bis zur Gegenwart. Hier ein repräsentativer Querschnitt: Rolando Villazón widmet sich erneut dem Orpheus-Mythos und wandelt dabei auf den Spuren von Monteverdi-Zeitgenossen. Die traditionelle Linie der Mozart-Opern setzen Jérémie Rhorer und sein Cercle de l’Harmonie mit der »Zauberflöte« fort. Und während Bariton Christian Gerhaher die subtile Kunst des Liedgesangs von Schubert bis Alban Berg zelebriert, ist Fazıl Say erneut als Pianist und Komponist zu erleben: Nicolas Altstaedt führt sein für ihn geschriebenes Cellokonzert als deutsche Erstaufführung auf.

Erstmals initiiert das Musikfest Bremen in diesem Jahr drei Ateliers, einwöchige Werkstätten für junge Musiker*innen aus der ganzen Welt unter der Leitung angesehener Dozenten. Setzt sich Alfredo Bernardini in »Katharinas Hofmusik III« mit europäischer Kammermusik aus der Zeit der Zarin auseinander, vermittelt Michael League in »Contemporary Music« das Musikverständnis seiner Formationen Snarky Puppy und Bokanté. Jérémie Rhorer hingegen greift im Atelier »Beethoven fiel nicht vom Himmel« dann noch einmal abschließend die schon vorgestellte Achse zu den großen Einflussgebern des Komponisten auf. Und als gezielt nachgeschalteter, konzentrierter Satellit folgt dann noch im November der »Bremer Beethoven« – alle neun Sinfonien mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter der Leitung von Paavo Järvi.

Vor allem das große privatwirtschaftliche Engagement zahlreicher Partner sichert neben der Förderung durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien und die Freie Hansestadt Bremen die Realisierung des Festivalprogramms.

Das Musikfest Bremen dankt allen Sponsoren, Förderern, Partnern und Freunden.