28. AUGUST – 18. SEPTEMBER 2021

32. Musikfest

32. MUSIKFEST BREMEN

Willkommen zum 32. Musikfest Bremen. Nach Monaten einer analogen kulturellen Zwangsentwöhnung lockt nun endlich wieder die Verheißung auf vielfältige musikalische Entdeckungsreisen – live, authentisch, fesselnd, hautnah! Ob populäre Meisterwerke oder spannende Repertoire-Ausgrabungen, ob etablierte Stars ihrer Zunft oder vielversprechende Newcomer, freuen Sie sich auf exquisiten Musikgenuss in Vollendung!

Der Ablauf der Eröffnung »Eine große Nachtmusik« ist unter Corona-Bedingungen anders als sonst, der aufregende Mix aus Stilen, Epochen und Genres bleibt dabei aber mehr denn je erhalten! Und es geht Schlag auf Schlag weiter: Vivaldis Oper »Argippo« erlebt als veritable Rarität in einer Neu-Edition ihre deutsche Erstaufführung. Die steht auch für Fazıl Says Cellokonzert »ahmeran« an, das vom Musikfest Bremen mitbeauftragt wurde. Nicht minder spannend das Feld der sakralen Musik: Das Dunedin Consort präsentiert in einem Doppelaufschlag Mozarts Große Messe in c-Moll und die daraus entstandene Kantate »Davide penitente«. Beim Arp-Schnitger-Festival sind neben Orgel-Solokonzerten genauso Heinrich Schütz’ »Schwanengesang« wie Kantaten von Bach und dessen Johannes-Passion zu erleben. Mit der franko-flämischen Vokalnacht zelebrieren The Tallis Scholars ein ganzes Wandelkonzert rund um den diesjährigen Komponisten-Jubilar Josquin Desprez.

Und damit noch nicht genug Stimmenzauber! Diana Damraus silbrig-flirrender Sopran erklingt in Strauss-Liedern mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, Anna Prohaska spürt Dido und Cleopatra nach und Rolando Villazón wandelt auf den Spuren des Orpheus-Mythos. Während Philippe Jarousskys und Céline Scheens Stimmen in Pergolesis »Stabat Mater« verschmelzen, erstrahlen beim Collegium Vocale Gent Madrigale von Carlo Gesualdo. Glanzpunkte auch im Bereich der Kammermusik: Daniil Trifonov interpretiert Bach, Fazıl Say präsentiert ein französisches Programm, Kristian Bezuidenhout widmet sich der Romantik, das Quatuor Cambini-Paris hingegen Haydn und Diamanda La Berge Dramm konfrontiert Bach mit John Cage.

Beethovens »Pastorale«-Sinfonie ist beim Insula Orchestra und Laurence Equilbey Mittelpunkt des »Pastoral for the Planet«-Projekts in der multimedialen Inszenierung von Carlus Padrissa und La Fura dels Baus. Weitere sinfonische Klangpracht versprechen die Bremer Philharmoniker, das Orchestre des Champs-Elysées und Philippe Herreweghe sowie zum furiosen Finale Teodor Currentzis und das SWR Symphonieorchester – bevor das Festival mit Martin Grubinger & The Percussive Planet Ensemble als Open Air ausklingt.

Die schon in 2020 initiierten Ateliers können in diesem Jahr hoffentlich als drei einwöchige Werkstätten für junge Musiker*innen unter der Leitung angesehener Dozent*innen stattfinden. Alfredo Bernardini widmet sich in »Katharinas Hofmusik III« Kammermusik aus der Zeit der Zarin. Michael League vermittelt in »Contemporary Music« das Musikverständnis seiner Formationen Snarky Puppy und Bokanté. Wim Becu wiederum teilt im Atelier »Memlings Ohr« neue Erkenntnisse zu Nachbauten historischer Instrumente und ihrer Repertoires im Zusammenhang mit einem Tafelbild des flämischen Meisters.

Vor allem das große privatwirtschaftliche Engagement zahlreicher Partner sichert neben der Förderung durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien und die Freie Hansestadt Bremen die Realisierung des Festivalprogramms.

Das Musikfest Bremen dankt allen Sponsoren, Förderern, Partnern und Freunden.