20. AUGUST – 10. SEPTEMBER 2022

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08/27/2022

Philippe Jaroussky mit dem Musikfest-Preis ausgezeichnet!

Am Freitag, 26. August, unternahmen Countertenor Philippe Jaroussky und Gitarrist Thibaut Garcia im Großen Saal der Glocke eine Reise um die Welt durch über 400 Jahre Musikgeschichte mit Arien, Liedern und Songs in fünf Sprachen – und das mitgerissene Publikum dankte es den beiden mit Standing Ovations! Im Anschluss empfing Musikfest-Intendant Prof. Thomas Albert geladene Gäste zu einem Empfang im Kleinen Saal der Glocke, um den französischen Countertenor mit dem diesjährigen Musikfest-Preis auszuzeichnen. In seiner Laudatio würdigte Albert das künstlerische Wirken Jarousskys, der seit seinem gefeierten Musikfest-Debüt in 2009 mit verschiedenen Programmen in wechselnden Besetzungen in sieben weiteren Festival-Auftritten mit Gesängen von Claudio Monteverdi bis Juliette Gréco begeistert hat. Dabei habe er nicht nur immer wieder populären Arien seinen persönlichen Stempel aufgedrückt, sondern sich als unermüdlich in Archiven Forschender auch für Musik von Antonio Caldara, Nicola Porpora, Giovanni Bononcini oder französische »Airs de cour« eingesetzt. Nachdem der Intendant den Musikfest-Preis, eine handgegossene »Orpheus«-Bronze des Bremer Bildhauers Bernd Altenstein, an Philippe Jaroussky überreicht hatte, hielt der sympathische Franzose seine erste Dankesrede auf Deutsch überhaupt. Darin zeigte sich der 44-jährige Künstler noch ganz beseelt von seinem Auftritt im Bremer Konzerthaus: »Die Glocke ist einer der besten Konzertsäle Europas«, schwärmte er. Besonders gern erinnere er sich noch an seinen Auftritt hier im vergangenen Musikfest, als er als Überraschungsgast die Bühne mit Rolando Villazón geteilt habe. Mit ihm, der bereits 2016 mit dem Musikfest-Preis auszeichnet worden ist, nun als erster Countertenor in der Riege der Preisträger in einer Reihe zu stehen, empfinde er als große Ehre. Nachdem er sich beim Intendanten und dem gesamten Musikfest-Team sowie ebenso bei den beiden Förderern seines Konzertes, Angelika Bunnemann und Dr. Thomas Brabant, bedankt hatte, stellte er frohlockend in Aussicht, dass man ihn bei seinem nächsten Festival-Auftritt möglicherweise schon in seiner parallel zum Sängerdasein neu hinzugekommenen Rolle als Dirigent erleben könne – wir sind gespannt, lieber Philippe Jaroussky!
Foto: Nikolai Wolff/fotoetage