29. Musikfest Bremen zieht positive Bilanz!

PRESSEMITTEILUNG

Bremen, 17. September 2018 / cp

29. Musikfest Bremen zieht positive Bilanz!

Künstlerische Qualität begeisterte, Veranstalter mit Besucherresonanz zufrieden

Mit Rossinis Petite Messe solennelle klang am Samstag im St. Petri Dom mit dem italienischen Originalklang-Orchester Europa Galante und dem Cor de la Generalitat Valenciana & Solisten unter der Leitung von Fabio Biondi das diesjährige Musikfest Bremen aus. Nach dem Finale ziehen Intendant Professor Thomas Albert und Geschäftsführer Jörg Ehntholt hochzufrieden eine erste Bilanz: „Jedes Festival ist wie beim Wein ein ganz eigener Jahrgang und die diesjährige Lese hat uns eine Ernte herausragender Qualität beschert. Die künstlerischen Darbietungen auf höchstem Niveau fanden bei Publikum wie Presse großen Anklang. Zahlreiche gefeierte Musik-fest-Debüts sowie Deutschland-Premieren ausgewählter Produktionen haben das ausgeprägte eigene künstlerische Profil des Musikfest Bremen und das damit verbundene Alleinstellungsmerkmal des Festivals im deutschsprachigen Raum signifikant unterstrichen. Noch vor der endgültigen Abrechnung können wir vermelden, dass 19.931 Besucher die 38 Veranstaltungen (das für den 14.9. angekündigte Konzert von Marianne Crebassa und Fazil Say in der Glocke musste krankheitsbedingt ersatzlos entfallen) des dreiwöchigen Festivals in Bremen und ausgewählten Spielstätten im Nordwesten besucht haben. Damit erreichte das Festival mit seinem Gesamtkartenangebot von 24.649 Plätzen eine Auslastung von 81 Prozent. Darüber hinaus können wir vermelden, dass der Etat eingehalten wurde und wir ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen.“
Das Musikfest Bremen war am 25. August mit dem Eröffnungsabend „Eine große Nachtmusik“ mit 27 Konzerten an neun Orten rund um den illuminierten Marktplatz gestartet. Eine besondere Hervorhebung verdienen dabei die drei Konzerte von musicAeterna mit Teodor Currentzis, die mit ihrer Interpretation der Beethoven-Sinfonien Nr. 5, 6 und 7 in der Glocke das Publikum begeisterten und zum Gesprächsthema des Abends avancierten. In den darauffolgenden drei Wochen folgten zahlreiche weitere Höhepunkte. Seinen Ruf als ausgewiesener Offenbach-Experte stellte Marc Minkowski unter Beweis, als er erstmals in Deutschland seine Sicht auf „Les Contes d’Hoffmann“ zur Diskussion stellte. Unter seiner Leitung entlockten Les Musiciens du Louvre der Partitur alle Finessen und boten dem homogenen Sängerensemble und dem Philharmonia Chor Wien einen fein ziselierten Klangteppich. Als zweite Oper im Festival erklang Rossinis „Barbier von Sevilla“ mit Jérémie Rhorer und seinem Cercle de l’Harmonie, die mit den bestens aufeinander eingespielten und auswendig agierenden Gesangssolisten ein funkelndes Feuerwerk der Komik zündeten, welches das Publikum zu Begeisterungsstürmen hinriss. Zu den ebenfalls lautstark akklamierten Darbietungen zählten zahlreiche Musikfest-Debüts. Vokalkunst vom Feinsten boten Bariton Christian Gerhaher und sein Pianist Gerold Huber mit einem Schubert-Liederabend genauso wie Mezzosopranistin Magdalena Kožená, die bei der Deutschland-Premiere ihres Barock-Programms „Il giardino dei sospiri“ von dem erstmals in Bremen gastierenden Originalklang-Ensemble Collegium 1704 unter der Leitung von Václav Luks aus ihrer tschechischen Heimat begleitet wurde. Der kanadische Pianist Marc-André Hamelin gab seinen gefeierten Musikfest-Einstand mit einem Solo-Recital, wohingegen sich der russische Tastenvirtuose Evgeny Kissin bei seinem Debüt an der Weser für Liszts Klavierkonzert Nr. 1 Es-Dur die Unterstützung der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen gesichert hatte. Die Bremer Philharmoniker und die beiden Solisten Gérard Caussé (Viola) und Paul Meyer (Klarinette) wiederum verschafften Marko Letonja eine überzeugende Musikfest-Premiere noch vor seinem offiziellen Antrittskonzert als ihr neuer Generalmusikdirektor. Doch wie gewohnt kamen bei weitem nicht nur Klassik-Freunde auf ihre Kosten. Die diesjährigen Musikfest-Preisträger, Jules Buckley und sein Metropole Orkest, beschenkten das Publikum bei ihrer „Musikfest goes Overseas“-Night mit ihrer ersten gemeinsamen Live-Performance mit dem Snarky Puppy-Ableger Bokanté, dem ein nicht minder mitreißendes zweites Set mit dem jungen britischen Vokalisten und Multi-Instrumentalisten Jacob Collier folgte. Auch die Reihe „Musikfest Surprise“ in der Überseestadt machte ihrem Namen alle Ehre und wartete – neben dem Programm „Thousand of Miles“ der amerikanischen Mezzosopranistin Kate Lindsey und des französischen Jazz-Pianisten Baptiste Trotignon – allein mit drei Deutschland-Premieren auf: dem Auftritt des New Yorker Hack-brett-Trio House of Waters, einer Live-Audio-Visual-Performance des Indie-Game-Experiments „Dear Esther“ und einer Oslo-Hommage des französischen Orchestre National de Jazz. Daneben stieß auch das zum neunten Mal ins Musikfest Bremen integrierte „Arp-Schnitger-Festival“ mit seinen Konzerten an den Orgeln in Hamburg-Neuenfelde, Bockhorn, Cappel, Cuxhaven-Altenbruch, Cuxhaven-Lüdingworth und Ganderkesee auf große Resonanz beim Publikum und gab damit bereits einen passenden Vorgeschmack auf die anstehenden Feierlichkeiten zum 300. Todesjahr des aus der Wesermarsch stammenden Orgelbauers im kommenden Jahr.
Der Termin für das 30. Musikfest Bremen zum Vormerken: 24. August bis 14. September 2019.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Musikfest Bremen GmbH, Carsten Preisler, Tel. 04 21 / 33 66 660, E-Mail: preisler@musikfest-bremen.de

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