29 AUGUST – 19 SEPTEMBER 2020

31. Musikfest Bremen: Allg. Pressemitteilung (lang)

Bremen, 17. März 2020 / cp

31. Musikfest Bremen: Drei Wochen voll verführerischer Klänge!

Das Festival startet am 29. August rund um den illuminierten Marktplatz

Musikalische Entdeckungsreisen durch eine faszinierende Vielfalt an Epochen, Stilrichtungen, und Genres mit renommierten Künstlerpersönlichkeiten aus aller Welt – mit diesem spannungsreichen Spektrum lockt das 31. Musikfest Bremen. Vom 29. August bis zum 19. September bieten 43 Konzerte Musik von der Renaissance bis zur Gegenwart in Bremen, Bremerhaven und Spielstätten im Nordwesten sowie im niederländischen Groningen.

Fulminanter Startschuss ist der beliebte Eröffnungsabend „Eine große Nachtmusik“ rund um den stimmungsvoll illuminierten Bremer Marktplatz. Für die 27 Konzerte in 3 Zeitschienen an 9 Spielstätten kündigen sich arrivierte Stars und aufregende Newcomer an: das Insula Orchestra und Laurence Equilbey aus Paris, das schottische Dunedin Consort, das italienische Originalklang-Ensemble Europa Galante und Fabio Biondi, der britische Tenor Ian Bostridge, der deutsch-französische Cellist Nicolas Altstaedt, das französische Quatuor Akilone, das israelische Shalosh Trio, das US-amerikanische Hypnotic Brass Ensemble oder das slowakische Janoska Ensemble.

Die hochkarätigen Operndarbietungen in den folgenden drei Wochen sind eine aufregende Wiederentdeckung sowie eines der „Repertoire-Schlachtrösser“ schlechthin: Während Europa Galante und Fabio Biondi Antonio Vivaldis „Argippo“ als deutsche Erstaufführung im Gepäck haben (30.08., Oldenburg), widmen sich Jérémie Rhorer und Le Cercle de l’Harmonie Mozarts „Zauberflöte“ (06.09., Glocke). Weiteren vokalen Glanz versprechen Christian Gerhaher, Rolando Villazón und Anna Prohaska: Der deutsche Bariton interpretiert mit Klavierpartner Gerold Huber Lieder von Schubert, Fauré und Alban Berg, der mexikanische Star-Tenor wandelt mit Christina Pluhar und L’Arpeggiata auf den Spuren von Orpheus-Vertonungen aus Renaissance und Barock (17.09., Glocke) und die österreichisch-englische Sopranistin verschreibt sich mit Il Giardino Armonico zwei faszinierenden Königinnen: Dido und Cleopatra (17.09., Sillenstede). Daneben setzen zwei sakrale Meisterwerke markante Akzente im Programm! Marc Minkowski und Les Musiciens du Louvre bringen Händels Oratorium „Messias“ in der selten zu hörenden, um Holz- und Blechbläserstimmen erweiterten Bearbeitung von Mozart zu Gehör (01.09., Glocke) und René Jacobs und Chor und Orchester von musicAeterna gestalten das Festival-Finale mit Haydns Oratorium „Die Jahreszeiten“ (19.09., Glocke).

Natürlich hinterlässt auch Beethoven als der zentrale Komponisten-Jubilar des Jahres seine Spuren im Programm, doch nicht so, wie man es erwarten könnte. Im „Pastoral for the Planet“-Projekt von Carlus Padrissa und seinem katalanischen Künstlerkollektiv La Fura dels Baus wird Beethovens „Pastorale“-Sinfonie als Hymne an die Natur in einer multimedialen Inszenierung neu erlebbar (05.09., Bremerhaven). In einem Klavierabend stellt Sir András Schiff die „Waldstein“-Sonate des Komponisten in Bezug zu Haydn und Schubert (09.09., Glocke), wohingegen Hammerflügel-Spezialist Kristian Bezuidenhout und das Chiaroscuro Quartet Mozarts Klavierkonzert Nr. 12 A-Dur KV 414 und Beethovens Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur in den jeweiligen Kammermusik-Fassungen erklingen lassen (10.09., Glocke). Ganz der Suche nach den Lehrern, Konkurrenten und Freunden Beethovens verschreibt sich das Quatuor Mosaïques in zwei Kammermusik-Abenden (10.09., Schloss Gödens und 13.09., Sendesaal) und mit der Messe in C-Dur stellen Il Giardino Armonico und der Chor des Nationalen Musikforums Breslau eine wegweisende sakrale Komposition Beethovens in den Fokus (16.09., Dom zu Verden).

Für schwelgerische sinfonische Höhepunkte sind erneut die Bremer Philharmoniker mit GMD Marko Letonja Garant: Neben Tschaikowskys Violinkonzert mit dem faszinierenden jungen Geiger Daniel Lozakovich widmen sie sich mit Sopranistin Juliane Banse und Bariton Michael Nagy der Lyrischen Symphonie von Alexander von Zemlinsky (04.09., Glocke). Die Haydn Philharmonie und sein Leiter, Cellist Nicolas Altstaedt, bringen Fazil Says neues Cellokonzert zur deutschen Erstaufführung (14.09., Glocke) und Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen und der RIAS Kammerchor schlagen von Haydn über Wolfgang Rihm einen Bogen zu Luigi Cherubinis Requiem d-Moll (15.09., Glocke).

Erstmals initiiert das Festival in diesem Jahr drei Musikfest Ateliers, einwöchige Werkstätten für junge Musiker*innen aus der ganzen Welt unter der Leitung angesehener Dozenten. Setzt sich Alfredo Bernardini in „Katharinas Hofmusik III“ mit europäischer Kammermusik aus der Zeit der Zarin auseinander (Schloss Jever, 30.09.), vermittelt Michael League in „Contemporary Music“ das Musikverständnis seiner Formationen Snarky Puppy und Bokanté (12.09., BLG-Forum Überseestadt und 13.09. Papenburg). Jérémie Rhorer hingegen greift im Atelier „Beethoven fiel nicht vom Himmel“ dann noch einmal abschließend die schon skizzierte Achse zu den großen Einflussgebern des Bonner Komponisten auf (18.09., Kulturkirche St. Stephani).

Zusätzlich bietet die Reihe MUSIKFEST SUPRISE in der Bremer Überseestadt wieder musikalische Grenzüberschreitungen und unerwartete Brückenschläge (08.-11.09., BLG-Forum), während das Arp-Schnitger-Festival mit neuen Akzenten das einmalige Orgelparadies rund um Bremen in den Fokus rückt (01.-06.09.). Daneben ist das Festival erneut mit weiteren Konzerten im Nordwesten zu Gast, so etwa in Cloppenburg, Friesoythe, Löningen, Rastede, Sögel oder Westerstede. Zu allen Außenspielorten fährt von Bremen aus wieder ein Bus-Shuttle (Infos unter www.musikfest-bremen.de). Als konzentrierter Satellit folgt dann noch im November der „Bremer Beethoven“ – alle neun Sinfonien mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter der Leitung von Paavo Järvi (18.-22.11., Glocke).

ZAHLEN IN KURZFORM:
Für die 47 Konzerte stehen 32.008 Eintrittskarten zur Verfügung. Zum Gesamtetat von € 3,8 Mio. steuern die Freie Hansestadt Bremen € 550.000 sowie die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien € 600.000 Förderung bei.

FRÜHBUCHER-RABATT:
Bis zum 18. April gewährt das Musikfest 15 % Frühbucher-Rabatt auf alle Konzerte (außer Eröffnung „Eine große Nachtmusik“ am 29.08.).

TICKETS & INFO: Ticket-Service in der Glocke (Tel. 0421 / 33 66 99) sowie unter www.musikfest-bremen.de, www.eventim.de und www.nordwest-ticket.de

Weitere Informationen für die Redaktionen:

MUSIKFEST BREMEN, Carsten Preisler, Tel. 0421/33 66-660, E-Mail: preisler@musikfest-bremen.de

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