20. AUGUST – 10. SEPTEMBER 2022

Bilanz 33. Musikfest Bremen

12.09.2022

PRESSEMITTEILUNG

Bremen, 12. September 2022 / cp

33. Musikfest Bremen: Betörende Klänge von höchster Qualität

Bilanz: Besucherzahlen übertrafen die Erwartungen, der Etat wurde eingehalten

Mit einem fulminanten Open-Air-Konzert von Martin Grubinger & The Percussive Planet Ensemble, die ihre „Ultimative Percussion Show“ auf dem Marktplatz darboten, ging am Samstagabend das 33. Musikfest Bremen zu Ende. Nur kurz nach dem Verklingen des letzten Tons ziehen Intendant Professor Thomas Albert und Geschäftsführer Jörg Ehntholt zufrieden eine erste Bilanz: „Wir blicken voller Freude auf einen hochkarätigen Festival-Jahrgang zurück. Die künstlerischen Darbietungen waren von höchster Qualität, die sowohl beim Publikum als auch bei der Presse auf durchgehend positive Resonanz stießen. Viele Programme sind exklusiv für das Musikfest Bremen zusammengestellt worden und zahlreiche Gastspiele waren deutschlandweit exklusiv nur im Nordwesten zu erleben. Wir konnten nicht zuletzt mit zahlreichen Festival-Debüts eine neue Generation von Künstler*innen präsentieren, die in ihren Konzerten prägnante musikalische Akzente gesetzt haben. Damit wurde einmal mehr die Rolle des Festivals als Labor hervorgehoben und die internationale Ausrichtung und Ausstrahlung des Musikfest Bremen unterstrichen. Noch vor der endgültigen Abrechnung können wir vermelden, dass zusammen mit den vier nahezu ausverkauften Konzerten des Beethoven-Zyklus‘ im Juli rund 22.700 Besucher*innen das diesjährige Festival besucht haben, das eine Gesamtkapazität von 32.123 Plätzen im Angebot hatte. Damit haben wir eine Auslastung von 70 Prozent erreicht. Für das dreiwöchige Festival selbst konnten wir eine Steigerung der Publikumszahlen gegenüber dem Vorjahr von rund 3.000 Besucher*innen erzielen – ein starkes Signal in den gegenwärtigen Noch-Pandemie-Zeiten“, resümieren die beiden die diesjährige Bilanz. „Zum jetzigen Zeitpunkt liegt die endgültige Abrechnung für das Geschäftsergebnis der GmbH noch nicht vor, aber bereits jetzt ist klar, dass wir im Vorfeld so umsichtig kalkuliert haben, dass der Etat eingehalten wurde und wir am Jahresende ein ausgeglichenes Ergebnis ausweisen können“, so Ehntholt zur finanziellen Situation.

Das Musikfest Bremen war am 20. August bei bestem Spätsommerwetter mit dem Eröffnungsabend „Eine große Nachtmusik“ gestartet, der mit seinen 18 Konzerten an neun Orten rund um den illuminierten Marktplatz rund 3.250 Besucher anzog – und live von den Medienpartnern Bremen Zwei, Deutschlandfunk Kultur und Arte concert übertragen worden ist. In den darauffolgenden drei Wochen folgten zahlreiche weitere Höhepunkte. Beethovens Cellosonaten mit Nicolas Altstaedt und Alexander Lonquich und der Klavierabend von Yulianna Avdeeva genauso wie das Recital vom diesjährigen Musikfest-Preisträger, dem französischen Countertenor Philippe Jaroussky, und der Liederabend mit dem österreichischen Bariton Georg Nigl haben einmal mehr die herausragende Akustik und Intimität des Großen Glockensaals unterstrichen. Nicht minder kam dies bei den Orchesterkonzerten zum Tragen. Völlig neue Höreindrücke boten Anima Eterna Brugge und Pablo Heras-Casado mit Bruckners siebter Sinfonie auf historischen Instrumenten genauso wie das Konzert des Orchesters des 18. Jahrhunderts, bei dem die fein silbrigen Klänge von Alexander Melnikov auf zwei historischen Hammerflügeln (Lagrassa/1815 und Erard/1842) faszinierten. Daneben entlockte Jérémie Rhorer mit Le Cercle de l’Harmonie auf historischen Instrumenten in der von Giuseppe Verdi präferierten Stimmung von 432 Hertz der Partitur von „Rigoletto“ bisher so nie gehörte Details. Auch die beiden Auftritte der in Bremen ansässigen Klangkörper lösten Begeisterung aus. Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen brachte die 5. Sinfonie von Fazil Say als Auftragswerk des Festivals mit einem furiosen Debüt der italienisch-türkischen Dirigentin Nil Venditti zu einer gefeierten Uraufführung – live auf Arte concert übertragen (und noch bis 3. Dezember 2022 in der Arte Mediathek abrufbar). Die Bremer Philharmoniker wiederum zauberten unter der Leitung von Marko Letonja mit den beiden Gesangssolisten Nicole Cabell und Eric Greene in Auszügen aus George Gershwins „Porgy and Bess“ mehr als einen Hauch von South-Carolina auf die Glocke-Bühne. Zum Abschluss der Indoor-Konzerte bestach das Chamber Orchestra of Europe unter der Leitung von Robin Ticciati in der Glocke mit drei Meisterwerken der Romantik, im Mittelpunkt Schumanns Klavierkonzert mit dem umjubelten Schweizer Pianisten Francesco Piemontesi

Für Entdeckungen der besonderen Art abseits der im Konzertbetrieb dominierenden Instrumente und Programme stand wieder die Reihe „Musikfest Surprise“ in der Überseestadt. Das Trio Misc, Kayhan Kalhor & Rembrandt Trio, Harfenistin Brandee Younger und ihr Trio und GoGo Penguin boten einen spannenden Blick über den Tellerrand, bevor Trompeter Theo Croker und Sängerin China Moses mit ihren Musiker*innen in der „Overseas“-Night das exklusiv für das Festival zusammengestellte Programm „Afrosonic“ präsentierten.

Eine weitere wichtige Säule des Musikfest Bremen war erneut die Nachwuchsförderung. Drei durchgeführte Musikfest Bremen-Ateliers fanden als mehrtägige Werkstätten für junge Musike*innen aus der ganzen Welt unter der Leitung angesehener Dozent*innen-Teams statt. Alfredo Bernardini, Catherine Jones, Veronika Skuplik und Andrea Buccarella widmeten sich in Jever in „Katharinas Hofmusik IV“ venezianischen Komponisten, die zur Zeit der Zarin für die grenzüberschreitende Musikkultur an den europäischen Höfen standen. Im Atelier „Wege zu Bach“ ergründeten Lionel Meunier und weitere Dozenten in Ganderkesee an und mit der Schniter-Orgel mit jungen Sänger*innen und Instrumentalist*innen, welche Komponisten für Johann Sebastian Bach prägend waren. Der israelisch-französische Pianist Yaron Herman wiederum vermittelte in seinem Atelier jungen Musiker*innen die Kunst der Improvisation. Nach der Premiere der Ateliers im vergangenen Jahr war erneut die übereinstimmende Resonanz der Teilnehmenden, dass sie in diesen Workshops willkommene Einblicke mit gezieltem Praxisbezug zu thematischen Schwerpunkten bekommen, die so im regulären Hochschulbetrieb nicht vermittelt werden.

Der Termin für das 34. Musikfest Bremen zum Vormerken: 19. August bis 9. September 2023.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Musikfest Bremen GmbH, Carsten Preisler, Tel. 04 21/33 66 660, E-Mail: preisler@musikfest-bremen.de

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