17. AUGUST‒ 07. SEPTEMBER 2024

Bilanz 34. Musikfest Bremen

11.09.2023

34. Musikfest Bremen war ein voller Erfolg!

Bilanz: Künstlerische Qualität überzeugte, Besucherzahlen gesteigert

Mit einem fulminanten Konzert, das kostenfrei als Open Air auf Bremer Marktplatz stattfand, haben das Metropole Orkest, Sängerin und Pianistin Sheléa und Vula’s Chorale unter der Leitung von Jules Buckley mit einer Hommage an Aretha Franklin am Samstagabend bei bestem Spätsommer-Wetter den Ausklang des 34. Musikfest Bremen gestaltet. Nur kurz nach dem Verklingen des letzten Tons ziehen Intendant Professor Thomas Albert und Geschäftsführer Jörg Ehntholt hochzufrieden eine erste Bilanz: „Wir können einen Festival-Jahrgang vermelden, bei dem die künstlerischen Darbietungen von höchster Qualität waren, die sowohl das Publikum als auch die Presse honorierte. Viele exklusiv in Deutschland nur beim Musikfest Bremen zu erlebende Programme haben einmal mehr die internationale Ausrichtung und Ausstrahlung des Festivals unterstrichen. Noch vor der endgültigen Abrechnung steht fest, dass rund 23.500 Besucher*innen das diesjährige Festival besucht haben, das eine Gesamtkapazität von 26.594 Plätzen im Angebot hatte. Damit haben wir eine Auslastung von 88 Prozent erreicht. Haben wir im letzten Jahr 17.400 Besucher*innen begrüßt (ohne den vorgeschalteten Beethoven-Zyklus im Juli 2022), können wir für das dreiwöchige Festival in diesem Jahr eine Steigerung der Publikumszahlen von mehr als 6.000 Besucher*innen verzeichnen, zu der noch die rund 5.000 Gäste des Marktplatz-Open Airs dazukommen. Unser Eindruck: Das Publikum hat den Weg zurück in die Konzerte gefunden, die Wertschätzung für die Einmaligkeit und Besonderheit der Live-Erlebnisse neu entdeckt und dementsprechend alle Künstler*innen mit großer Herzlichkeit gewürdigt.“ Zur finanziellen Situation sagt Jörg Ehntholt, Geschäftsführer der Musikfest Bremen gGmbH: „Die endgültige Abrechnung für das Geschäftsergebnis liegt noch nicht vor, aber bereits jetzt deutet sich an, dass wir den Etat eingehalten haben und am Jahresende ein ausgeglichenes Ergebnis ausweisen können.“

Das Musikfest Bremen war am 19. August mit seiner traditionellen Auftaktveranstaltung „Eine große Nachtmusik“ eröffnet worden. Den Startschuss bildeten 21 Konzerte an zehn verschiedenen Spielstätten rund um den Bremer Marktplatz. Waren nach drückender Schwüle die ersten Konzerte um 19 Uhr noch von Regentropfen begleitet, hatte der Wettergott schnell ein Einsehen und ermöglichte in den verbleibenden zwei Konzertschienen auch dem Publikum in den drei Open Air-Spielstätten einen ungetrübten Musikgenuss, der von Klassik über Jazz bis Weltmusik reichte – live übertragen von den Medienpartnern Bremen Zwei, Deutschlandfunk Kultur und Arte concert.

In den darauffolgenden drei Wochen folgten zahlreiche weitere Höhepunkte. Ob Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen und Violinistin Hilary Hahn mit dem designierten GMD der Hamburgischen Staatsoper, Omer Meir Wellber, Pianistin Yulianna Avdeeva an der Seite des Orchestra of the 18th Century oder Jérémie Rhorer und Le Cercle de l’Harmonie mit Verdis Oper „Il trovatore“ und Olga Peretyatko in ihrem Rollendebüt als Leonora, das Publikum feierte die Darbietungen. Die Reihe „Musikfest Surprise“ bot parallel wieder Entdeckungen der besonderen Art mit dem Trio Mammal Hands, dem Nordsnø Ensemble und der Schlagzeugerin Jas Kayser, bevor mit der „Overseas“-Night von der umjubelten Sängerin Lisa Simone und der hr-Bigband die Gastspiele in der Überseestadt endeten. Begeisterungsstürme ebenfalls bei Pianist Daniil Trifonov und dem Mahler Chamber Orchestra und bei Martin Grubinger. Der diesjährige Musikfest-Preisträger verabschiedete sich mit seinen letzten beiden Deutschland-Konzerten in Bremen und Papenburg vom Publikum und begrüßte gleichzeitig Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte zu einer Jam-Session im Glocke-Foyer, wo er in einer eigens für mehrere Tage installierten Kabine als exklusive Deutschland-Premiere seine neue Musikspiel-App „MyGroove“ vorstellte. Die Aufführung von Purcells „The Fairy Queen“ durch Les Arts Florissants und William Christie sowie Gesangsolist*innen des „Jardin des Voix“ und Tänzer*innen der Compagnie Käfig und der Juilliard School erhielt unter der Regie von Choreograph Mourad Merzouki nicht enden wollende Standing Ovations. Die ernteten auch die litauische Sopranistin Asmik Grigorian mit ihrem Liederabend an der Seite von Pianist Lukas Geniušas genauso wie Coutertenor Valer Sabadus, der mit Christina Pluhar und ihrem Ensemble L’Arpeggiata barocke italienische Opernperlen rund um das Geheimnis der Liebe darbot. In Bremerhaven wiederum unterstrichen Philippe Herreweghe und sein Collegium Vocale Gent in einer nahezu ausverkauften Bürgermeister-Smidt-Gedächtniskirche mit der H-Moll-Messe eindrucksvoll ihren Rang als führende Bach-Interpret*innen unserer Tage.

Die Konzerte im gesamten Nordwesten standen dem in Nichts nach. Namen wie der Tölzer Knabenchor, das Collegium Vocale Gent, Alena Baeva, Äneas Humm, Jeanine De Bique, Thibaut Garcia, Vox Luminis oder Il Giardino Armonico sorgten bei oft großer Nachfrage an den Abendkassen für zahlreiche ausverkaufte Spielstätten. Egal, ob Oldenburg, Papenburg, Verden oder Worpswede, mit der Auswahl solch hochkarätiger Künstler*innen unterstrich das Musikfest Bremen einmal mehr, dass es zwischen seinen Konzerten in der Hansestadt und in der Region qualitativ keine Unterschiede macht – ganz im Selbstverständnis eines gemeinsamen Lebens- und Kulturraums im Nordwesten. Eine weitere wichtige Säule des Musikfest Bremen war wieder die Nachwuchsförderung. Die beiden durchgeführten Musikfest Bremen-Ateliers „Katharinas Hofmusik IV“ in Jever und „Wege zu Bach II“ in Ganderkesee fanden vor Ort als mehrtägige Workshops für junge Musiker*innen aus der ganzen Welt unter der Leitung von renommierten Dozent*innen-Teams statt. Die Teilnehmenden bekamen willkommene Einblicke mit gezieltem Praxisbezug zu den ausgewählten thematischen Schwerpunkten und sorgten für beeindruckende Ergebnisse in den jeweiligen Atelier-Abschlusskonzerten.

Der Termin für das 35. Musikfest Bremen zum Vormerken: 17. August bis 7. September 2024.

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