29 AUGUST – 19 SEPTEMBER 2020

Presseinfo "Mozarts Messias", 01.09.

Bremen, 17. März 2020 / cp

Händels „Messias“ in der Bearbeitung von Mozart

Marc Minkowski, Les Musiciens du Louvre und der Philharmonia Chor Wien & Solisten

Georg Friedrich Händels „Messiah“ ist eines der berühmtesten chorsinfonischen Werke der abendländischen Musikgeschichte. 1742 in Dublin uraufgeführt, hat Wolfgang Amadeus Mozart 1789 das Oratorium in deutscher Übersetzung neu instrumentiert. Bis zur Händel-Renaissance im 20. Jahrhundert hatte sich diese Fassung als übliche Version im deutsch-sprachigen Raum fest etabliert. Heute wird sie wiederum nur selten aufgeführt – ein Grund mehr, Mozarts „Messias“ aufs Programm zu setzen. Am Dienstag, 01. September, um 20 Uhr bringen ihn der französische Dirigent Marc Minkowski, Les Musiciens du Louvre, der Philharmonia Chor Wien und eine handverlesene Solistenbesetzung in der Glocke zur Aufführung.

Mozart hatte Händels „Messiah“ wahrscheinlich als Neunjähriger bei seinem England-Aufenthalt 1764/65 in London gehört und ein weiteres Mal in Mannheim, als er dort 1777 auf dem Weg nach Paris Station machte. Das Oratorium Händels zu bearbeiten, war jedoch keine eigene Idee Mozarts. In Wien hatte der Salzburger Komponist Anfang der 1780er Jahre die Bekanntschaft mit Baron Gottfried van Swieten gemacht, einem holländischen Diplomaten, der im Dienste der Habsburgermonarchie stand. Swieten gründete 1786 in der Donaumetropole einen Verein wohlhabender Adliger, der die Aufführung großer Oratorien von Georg Friedrich Händel, Carl Philipp Emanuel Bach und Johann Adolf Hasse ermöglichen sollte. Mozart beauftragte er u.a. mit der Bearbeitung, Einstudierung und Leitung des „Messias“ und verlangte, das Werk zu „modernisieren“. So erfand Mozart ganz im Sinne des gegenüber den Zeiten Händels weiterentwickelten Orchesterklangs einen reichen Holzbläsersatz, versah darin Flöten, Klarinetten und Fagotte mit wichtigen Aufgaben und adaptierte auch die Blechbläserstimmen.

Marc Minkowski und Les Musiciens du Louvre sind gleichermaßen gefeierte Experten für die Klangwelten des Barocks und der Wiener Klassik, was sie beim Musikfest nicht zuletzt mit Händels „Giulio Cesare in Egitto“ und Mozarts „Mitridate“ und „Idomeneo“ bereits nachdrücklich unterstrichen haben. Wenn sie sich nun mit Mozarts „Messias“ auseinandersetzen, kann man erleben, warum die Synthese aus barocker Kontrapunktik und klassischem Stil durchaus eine bemerkenswerte Alternative zum Original darstellt.

Kurzinfo:
Veranstaltung: 31. Musikfest Bremen 2020 - „Mozarts ‚Messias‘“
Künstler: Elsa Benoît (Sopran), Helena Rasker (Alt),
Richard Croft (Tenor), José Coca Loza (Bass),
Philharmonia Chor Wien,
Les Musiciens du Louvre
Marc Minkowski (Dirigent)
Ort: Die Glocke (Großer Saal), Bremen
Termine / Uhrzeit: Dienstag, 01. September, 20 Uhr
Eintrittspreise: von EUR 25,- bis EUR 85,- (Ermäßigung 20%), inklusive VVK-Gebühr
Info / Karten: Ticket-Service in der Glocke, Tel. 04 21 / 33 66 99
Internet: www.musikfest-bremen.de

Weitere Informationen für die Redaktionen:

MUSIKFEST BREMEN, Carsten Preisler, Tel. 0421 / 33 66-660, E-Mail: preisler@musikfest-bremen.de

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