Bruce Dickey

Bruce Dickey

Künstlerpersönlichkeiten wie Bruce Dickey ist es zu verdanken, dass in Vergessenheit geratene Instrumente und deren Repertoire wiederbelebt werden: Seit dem Ende der 1970er Jahre wird der Zink wieder als faszinierendes Instrument wahrgenommen. Bruce Dickeys jahrzehntelange Arbeit wurde von der Historic Brass Society Bruce im Jahr 2000 mit dem begehrten Christopher Monk Award für »seine monumentale Arbeit in der Spielpraxis des Zink, historische Aufführungspraxis und musikwissenschaftliche Ausbildung« gewürdigt und 2007 von dem britischen Dirigenten und Wissenschaftler Andrew Parrott mit einem Taverner Award ausgezeichnet, als Musiker, dessen »bemerkenswerte Beiträge zum musikalischen Verständnis weder vom Kommerz noch vom Ego motiviert sind«. Seine zahlreichen Studenten aus über 30 Jahren Lehrtätigkeit an der Schola Cantorum Basiliensis tragen ebenfalls dazu bei, den Zink im Musikleben wieder zu verbreiten und zu etablieren. Bruce Dickey unterrichtete auch am Königlichen Konservatorium Den Haag, an der Accademia Chigiana in Siena und am Early Music Institute der Indiana University; daneben gibt er Meisterkurse in den USA, Kanada, Europa und Japan. 1987 gründete Bruce Dickey zusammen mit dem Barockposaunisten Charles Toet das Ensemble Concerto Palatino; mit dem er 2018 zum vierten Mal im Musikfest Bremen zu erleben ist. Auf dem Konzertpodium und im Aufnahmestudio traf er mit den meisten der führenden Musiker und Ensembles im Bereich der Alten Musik zusammen, darunter Gustav Leonhardt, Frans Brüggen und Nikolaus Harnoncourt. Mehr als zehn Jahre war er Mitglied von Jordi Savalls Hesperion XXI (früher XX), konzertierte aber auch immer wieder mit Musikern wie Ton Koopman, Monica Huggett, Philippe Herreweghe, Konrad Junghänel und vielen anderen. Bruce Dickeys Diskografie ist eine Schatzkiste voller kostbarer Aufnahmen, denen von Publikum und Kritikern höchste Anerkennung entgegengebracht wird. Zum Welterfolg avancierten seit 2016 Konzerte und Aufnahme des Projekts »Breathtaking!«, in dem Bruce Dickey und Hana Blažíková atemberaubend schön die klanglichen Gemeinsamkeiten von Zink und Sopranstimme ausloten.

Weblinks

Veranstaltungen dieses Künstlers

Arp-Schnitger-Festival VI: »Sternenmusik«

02.Sep.18, 19:00 Uhr

St. Cyprian- und Corneliuskirche, Ganderkesee

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