19. AUGUST – 09. SEPTEMBER 2023

Martina Gedeck

Martina Gedeck

Martina Gedeck (© Karel Kühne)

Wenn Selbstbewusstsein das Wesen der Frauen ist, die Martina Gedeck auf der Bühne oder im Film gespielt hat, dann ist es ein zögerliches, ein nachdenkliches, ein sehr verletzliches Selbstbewusstsein. Immer ist zu spüren, dass diese Figuren nicht »fertig« sind, dass sie um sich und ihren Weg ringen, dass sie sich durchsetzen wollen, gegen alle Hindernisse. Dem Publikum kommen sie durch ihre Natürlichkeit nahe, sie erwecken Vertrauen, sie bewegen sich im Alltäglichen mit Tapferkeit und Trotz, mit einer Leidenschaft, die anrührend und aufrüttelnd ist. Martina Gedeck lädt in ihrem Spiel zu Entdeckungen ein, sie stellt Menschen so dar, dass alles Fremde wegschmilzt und man immer mehr über ihre Schicksale erfahren möchte. Sie will Lebensnähe, sie will mit ihren Figuren zeigen, was dem Menschen aufgegeben ist und wie er in unserer Welt bestehen kann, sei es auf der Leinwand, der Theaterbühne oder in ausgewählten Musikprojekten. Geboren in München, in Berlin lebend und dort auch an der Hochschule der Künste (Max-Reinhardt-Seminar) ausgebildet, gehört Martina Gedeck zu den international erfolgreichen, gefeierten Schauspielerinnen unserer Zeit. Theater und Film wird sie gleichermaßen gerecht, auch wenn der Schwerpunkt ihrer Arbeit auf filmischem Gebiet liegt. In mehr als 80 Kino- und TV-Produktionen hat sie bisher mitgewirkt, stets mit nachhaltigem und vielfach preisgekröntem Erfolg. Einen besonderen Platz in ihrem künstlerischen Schaffen nimmt das gemeinsame Konzertieren mit Musikern ein: Als erfahrene und ausdrucksstarke Sprecherin Poesie mit Musik zu verbinden, ist die Essenz ihrer Arbeit mit namhaften Ensembles und Solisten wie Xavier de Maistre, dem Schumann Quartett, Georg Nigl und Elena Bashkirova oder dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg mit Kent Nagano. Diese intensive Auseinandersetzung mit dem Musikalischen habe über die Jahre auch ihre Haltung zum gesprochenen Wort nachhaltig beeinflusst, so Martina Gedeck. Inhalte und Bedeutung über den reinen Wortsinn hinaus zu transportieren, zu gestalten und offenzulegen sei die besondere Stärke des Klangs und der Musik. Ihr letzter Besuch im Musikfest Bremen führte sie 2009 ins Künstlerhaus Spiekeroog, wo sie mit Sebastian Knauer am Klavier von der Verbindung zwischen Felix Mendelssohn Bartholdy und Jenny Lind erzählte.

 

Veranstaltungen dieses Künstlers

»Schlossmusik auf Gödens«

06.Sep.22, 18:00 Uhr

Schloss Gödens, Sande/Friesland

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»Schlossmusik auf Gödens«

06.Sep.22, 20:00 Uhr

Schloss Gödens, Sande/Friesland

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