Thomas Albert

Thomas Albert

Thomas Albert (© Frank Thomas Koch)

Thomas Albert, 1953 in Bremen geboren, studierte Violine bei Josef Bayerlein, Siegfried Borries und Thomas Brandis und interessierte sich früh und intensiv für die historisch informierte Aufführungspraxis. Nikolaus Harnoncourt und Sigiswald Kuijken gehörten zu den Künstlern, die ihn wegleitend prägten und bald sammelte er reiche Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit La Petite Bande, Frans Brüggen, Gustav Leonhardt, Alan Curtis, Philippe Herreweghe, René Jacobs u. a. Konzertreisen führten ihn in die USA, nach Polen, Russland, Bulgarien und in alle westeuropäischen Länder. 1978 gründete Thomas Albert sein eigenes Ensemble »Fiori musicali«. Als Solist und Dirigent wirkte er in zahlreichen Wiederaufführungen bedeutender Werke des 17. und 18. Jahrhunderts, von kirchenmusikalischen Werken über das Ensemble- und Barockorchesterrepertoire bis hin zur Wiederbelebung von Barockopern, dokumentiert in zahlreichen Rundfunk- und CD-Aufnahmen. 1986 gründete er das erste Ausbildungsinstitut für Alte Musik im deutschen Hochschulwesen, die Akademie für Alte Musik Bremen, die 1994 in die Hochschule für Künste Bremen integriert wurde. Nach Professuren in Hamburg und Straßburg wurde Thomas Albert 1989 an die Hochschule für Künste Bremen berufen und lehrt dort Barockvioline und barocke Streicherpraxis. Zahlreiche seiner Absolventen aus aller Welt sind regelmäßig in international führenden Ensembles und Orchestern tätig. Ebenfalls 1989 gründete er das Musikfest Bremen, dessen Intendant er bis heute ist. Thomas Albert ist Träger des Ordens Chevalier des Arts et des Lettres, der ihm 2011 für seine Verdienste um die französische Musikkultur verliehen wurde.

Weblinks